18. April 2017

[Rezension] - Überlieben in 10 Schritten (Rachel McIntyre)






Verlag: Magellan Verlag
Übersetzt von: Jessika Kamina und Sandra Knuffinke
Reihe: Einzelband
Einband: gebunden
Seitenanzahl: 304
Altersempfehlung: ab 13
Preis: 17.00 € [D]
ISBN: 978-3-7348-5014-1
Bildquelle: © Magellan Verlag






Klappentext
"‘Er beugte sich vor und ich beugte mich vor und dann BÄM! Nur wir zwei und die dunkle Nacht und wir küssten uns und waren uns ausnahmsweise mal einig. Es fühlte sich absolut richtig an – mein ganzer Körper kribbelte, so richtig war es.‘

Daisy könnte nicht glücklicher sein! Toby, der begehrteste Typ am College hat sich ausgerechnet sie ausgesucht – Wolke sieben lässt grüßen! Und er ist ja auch zu süß: Ständig fragt er nach Selfies (sogar mit Oma), schickt ihr Blumen (riesige) und taucht aus dem Nichts auf, um sie zu überraschen. Wobei, irgendwie übertreibt er vielleicht doch ein bisschen …“

Gestaltung
Ich mag die verschiedenen Schriftarten des Titels sehr gerne und auch das Gänseblümchen, dessen Blütenblätter nach unten fallen, gefällt mir gut, weil es schön zur Geschichte passt. Die knallige Hintergrundfarbe ist allerdings nicht unbedingt mein Fall. Ansonsten ist das Cover sehr schlicht gehalten und ein ziemlicher Blickfang. Auch unter dem Schutzumschlag ist das Buch wie bei jedem Buch des Magellan Verlages liebevoll gestaltet!

Meine Meinung
Da der Klappentext nicht viel über das neue Buch von Rachel McIntyre verrät, hatte ich nur grobe Erwartungen, aber keine wirkliche Vorahnung, in welche Richtung sich diese Geschichte entwickeln könnte. Ich rechnete mit einer leichten, lockeren Liebesgeschichte und bekam das auch – in gewisser Weise, denn „Überlieben in 10 Schritten“ befasst sich mit dem ernsten Thema von ungesunden Beziehungen, in denen ein Partner einen anderen beeinflusst und kontrolliert. Gleichzeitig verbindet die Autorin dieses aber mit einem humorvollen Erzählstil, durch den dann doch auch etwas Leichtigkeit in die Geschichte kommt.

In dem Buch geht es um Protagonistin Daisy, die aufs College geht und dort Toby trifft. Er ist gutaussehend, charmant, zuvorkommend, ein Gentleman und so vieles mehr! Eben alles, was sich ein Mädchenherz wünscht! Aber irgendetwas stimmt nicht so recht mit ihm. Zusammen mit Daisy entdeckt der Leser, wie kontrollierend Toby sich in der Beziehung der beiden verhält. Die Autorin hat diesen Charakterzug von ihm wirklich gut eingefangen und beschrieben und ich habe manchmal wirklich ein beklemmendes Gefühl verspürt. So sollte eine Beziehung nicht aussehen!

Allerdings war es für Daisy nicht so leicht, diesen „Knick im Gleichgewicht“ ihrer Beziehung zu erkennen. Vermutlich hätte ich es an ihrer Stelle auch nicht erkannt, denn als Leser ist man noch distanzierter und entdeckt vieles eher, aber manchmal habe ich mich doch dabei erwischt, wie ich mir gewünscht habe, dass die Protagonistin eher hätte erkennen können, dass sie in eine manipulative Beziehung geraten ist. Ich kann allerdings auch nachvollziehen, dass die rosarote Brille und das Alter von Daisy dazu beitragen, dass sie Toby vieles durchgehen lässt, darum war ich manchmal mit mir selber stark im Zwiespalt, wie ich dem Ganzen gegenüberstehen soll.

Daisy ist nämlich gleichzeitig auch schlagfertig und ein sehr lustiger Mensch. Sie bemerkt durchaus, dass Toby manchmal seltsam ist und sagt ihm auch ihre Meinung, aber sie lässt sich auch immer wieder von ihm um den kleinen Finger wickeln. Die Momente, in denen sie sich aufbäumt und die in denen er sie dann wieder besänftigt, sind von der Autorin aber sehr gut konstruiert und miteinander verbunden, sodass ich beim Lesen nicht umhin kam, der Handlung gebannt zu folgen. Dieses Hin und Her zwischen den beiden Figuren hat auf mich eine interessante Wirkung ausgeübt, denn als Leser möchte man wissen, wie es mit den beiden ausgeht…Wird Daisy sich freisagen von Toby? Oder passiert vielleicht sogar etwas Schlimmes?

Zudem mochte ich den Humor, der in der Geschichte steckte. Daisy ist quirlig und schlagfertig und das Buch spiegelt das gut wieder, denn die Geschehnisse werden immer mal wieder sehr unterhaltsam und witzig von Daisy kommentiert. Auch die Späße, die sie mit ihren Freundinnen macht, sind lustig. Richtig toll fand ich auch, dass sie unglaublich kreativ ist, was ihre Wortwahl angeht, denn Daisy verwendet Worte, die man so nicht kennt (wie z.B. schockschön) und die mir dann ein Schmunzeln auf die Lippen zauberten.

Fazit
„Überlieben in 10 Schritten“ greift mit der Beziehung von Daisy und Toby ein ernstes Thema auf, denn es geht um Kontrolle und Manipulation in Beziehungen. Die Autorin verbindet gekonnt Szenen, in denen die Protagonistin sich wehrt mit solchen, in denen sie dem kontrollhaften Toby wieder erliegt. So erschafft das Buch ein für mich realistisches Bild davon, wie es ist, in einer solchen Beziehung gefangen zu sein: man möchte auf sein Bauchgefühl hören, wird aber auch immer wieder eingewickelt. Wird Daisy es schaffen, auf ihr Bauchgefühl zu hören oder wird sie weiter mit rosaroter Brille durch das Leben laufen? Dies sorgt für Spannung und entschädigt auch dafür, dass mich Daisy zu Beginn etwas zwiegespalten hat.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Kommentare:

  1. Hey liebe Laura, <3

    vielen Dank für diese schöne Rezi. Das Buch subbt bei mir noch. Ich glaube es ist auch so ein Buch wo ich einfach Lust drauf haben muss. :-) Das schöne ist ja, dass es ein Einzelband ist.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Huhu Sandralein <3

      Ich finde Einzelbände auch klasse! :) Und die vom Magellan Verlag sowieso ;) Ich bin gespannt, wann du das Buch lesen wirst :)

      Liebe Grüße
      Laura

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  2. Huhu Laura-Herzi, <3

    ich mochte Daisy, ihren Humor, ihre tolle Familie und das Hochzeits - Business extrem gerne. Ich musste im Wechsel grinsen und war aber auch oft wegen Tobys Verhalten perplex. Ich hatte aber allgemein sehr viel Spaß beim Lesen, auch weil Daisy ja irgendwann auch kapiert, was schief läuft und sich dann auch für sich selbst entscheidet.

    Drück dich,
    Ally

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    1. Hi Allymaus! <3

      Hör mir auf mit Toby! Mir ist da doch ein paar mal die Kinnlade runter gefallen und ich musste den Kopf schütteln. Ich fand Daisys..ich nenne es Mal..Zerrissenheit oder ihr Hinundhergerissensein sehr authentisch, denn ich kann mir vorstellen, dass jemand, der in einer solchen Beziehung steckt, auch so hin und hergerissen wäre wie sie.

      Liebe Grüße
      Laura

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